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Hügel/Berge in Edinburgh: Calton Hill

Calton Hill (auch Caltoun oder Caldoun) ist, neben Arthur's Seat und Castle-Rock/Castle Hill, mit einer Höhe von 103 Metern die markanteste Erhebung der Stadt Edinburgh. Calton Hill befindet sich am östlichen Ende der Princes Street. Neben einer guten Aussicht über die Stadt und das Umland geizt Calton Hill nicht mit bekannten Bauwerken. Rund um den Hügel gibt es eine Straße, welche vom Architekten Playfair mit der Royal Terrace, Carlton Terrace und Regent Terrace bebaut wurde.

Calton Hill als Aussichtspunkt

Calton Hill wird von Besuchern gerne als Aussichtspunkt genutzt. Die Aussicht vom Hill ist nicht schlecht, den besten Ausblick genießt man jedoch vom Nelson Monument. Bei gutem Wetter kann man bis North Berwick und dem davor liegenden Bass-Rock ebenso sehen, wie zum Hafen von Leith mit der davor liegenden Insel Inchkeith und die gegenüberliegende Küstenlinie von Fife. Richtung Westen kann man über Corstophine Hill bis hin zum Cairnapple Hill sehen.

Toll ist der Überblick über Edinburgh an sich. Vom Monument aus gesehen hat man die komplette Stadt vor/unter sich liegen und sieht von den Salisbury Crags mit Arthur's Seat über Holyrood Palace und Dynamic Earth sowie dem Parlamentsgebäude über die ganz Stadt mit dem wuchtigen Castle.

Die Bauwerke des Calton Hill

Vom Nelson Monument hat man, wie gesagt, einen superben Rundblick über Edinburgh und das Umland sowie Calton Hill selbst. Das Monument mit den 143 Treppenstufen wurde 1807 als Nachbildung von Nelsons Teleskop gebaut. Das City Observatory wurde zur Zeitmessung gebaut, später verband man es mit einem Zeitsignal auf dem Nelson Monument. Der Ball fällt um 12 Uhr Greenwich Zeit, was während der Sommerzeit mit der One O'Clock Gun des Edinburgh Castle zusammenfällt. Damit diese pünktlich gezündet wurde, zog man vom Observatory ein Stromkabel über die City zum Castle.

Nahe des Observatory steht das Dugald Stewart Monument von 1831. Eines der umstrittensten Bauwerke ist das National Monument. Man plante es als eine Art Parthenon für die Gefallenen der napoleonischen Kriege. Was wie das Parthenon aussehen sollte, wurde wegen Geldmangels nie fertiggestellt. Für Edinburgh fiel der Name Athen des Nordens ab, im Hinblick auf das National Monument sicherlich auch eine ironische Anspielung.

St. Andrew's House war einst Sitz der schottischen Regierung, das Parlament zog nach Fertigstellung in das neue Parlamentsgebäude beim Holyrood Palace. Unter St. Andrew's House befinden sich die Glasdächer des Hauptbahnhofs Waverley Station, dahinter die North Bridge und ganz oben Edinburgh Castle.

Weitere erwähnenswerte Bauwerke auf Calton Hill sind das Robert Burns Monument und das Political Martyrs' Monument.

Geschichtliches zum Calton Hill

Der Name leitet sich möglicherweise aus den gälischen Begriffen Cragingalt bzw. Calltuin (gälisch für Haselwäldchen oder Hügel der Haselbäume ab), möglich wäre auch die Herleitung aus den gälischen Begriffen choille-dun oder Cauldh-dun (schwarzer Hügel) und Ableitungen daraus wie Caldtoun bzw. Caltoun. James II. schenkte der Bürgerschaft die Gegend zwischen Calton Hill und Greenside um 1456 als einen Platz, an dem Turniere durchgeführt werden sollten. Die Talmulde hatte Ähnlichkeit mit einer Art natürlichem Amphitheater, in dem man dann auch schon früh mit Aufführungen von Theaterstücken begann.

1518 bekamen die Carmelite Friars (auch White Friars aus South Queensferry) in dem Bereich Land zugesprochen und gründeten ein Kloster. Im Zuge der Reformation wurde dieses Kloster aufgelöst, das Gebäude wurde 1591 in ein Krankenhaus für Leprakranke umfunktioniert. Der genaue Standort des Gebäudes ist nicht bekannt, wahrscheinlich stand es am nordöstlichen Ende der Greenside Row. Während der Bauarbeiten zur Realisierung der Tram fand man im Bereich des Leith Walk zehn Skelette. Man nahm dies als Beleg, dass an der Stelle das Krankenhaus stand.

Die Region um Calton war lange im Besitz der Logans von Restalrig, um 1609 war ihr Recht darauf jedoch verwirkt. Restalrig und Calton fielen an die Familie Elphinstone aka Lords Balmerino und wurde 1673 zur Single Barony erhoben. 1725 wurde Calton an die Royal Burgh Of Edinburgh verkauft. Die Gegend blieb, trotz Anbindung an die Stadt, bis 1856 selbstständig. Erst durch den Municipality Extension Act wurde Calton endgültig in die Stadt eingegliedert.

Rund um Calton Hill befand sich die Gemeinde Calton. Ein Großteil der alten Bebauung wurde zerstört, als man Waterloo Place und Regent Bridge erneuerte. Eine der wenigen erhaltenen Strukturen ist der Friedhof der Gemeinde, der Old Calton Burial Ground. Das Gelände dafür kaufte man Lord Balmerino ab. Auf dem Friedhof ist u. a. der berühmte Philosoph David Hume begraben. Eine andere Begräbnisstätte ist das Political Martyrs' Monument, welches man zu Ehren von fünf Reformern baute. Diese wurden als Aufwiegler 1793 nach Australien verbracht.

Calton Hill war außerdem Heimat des berüchtigten Calton Jail. Die alten Gefängnisse wurden später durch das Saughton Prison ersetzt und (bis auf das Governors House) zerstört. Heute steht an der Stelle des alten Gefängnisses das St. Andrew's House. Für Cineasten interessant ist die kleine Schlucht am Übergang der Regent Bridge zum Calton Hill. Die Szenerie wurde als Eröffnungsszene für den Film Trainspotting genutzt.

Events

Über das Jahr finden einige Veranstaltungen rund um Calton Hill statt. Das größte davon ist das Beltane Fire Festival am 30. April. Im Oktober findet das Dussehra Hindu Festival statt.

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